Nach Abschluß der Teamwertung der Damen waren die Herren mit Ihrer Teamwertung an der Reihe. Auch hier waren nur drei Durchgänge vorgesehen, so dass es auf jeden Schuss ankam. Es waren 23 Sportler aus vier Nationen am Start.
Die besten drei jeder Nation bildeten das Team. Die besten acht Sportler qualifizierten sich für das KO Finale und erhielten die Chance um den Europacuptitel zu kämpfen.
Das die Leistungsbandbreite sehr groß ist, wurde schon im ersten Durchgang deutlich. Es gab aber nur drei Fehlversuche im ganzen Feld. Offensichtlich waren sich auch die Herren der Intensität des Bewerbes bewußt. Favorit Schätzl mit Startnummer 18 erzielte aber einen der drei Fehlversuche. Ihm kamen sicher Erinnerungen an die letzte Europameisterschaft in den Sinn, wo er in der Vorrunde sogar um den Finaleinzug bangen musste. Nachdem Späth mit einen wahnsinnig guten Versuch deutlich die Führung übernahm, startete Schätzl seinen zweiten Versuch. Hier zeigte er aber, was in ihn steckt und übertraf die 123m von Späth nochmal um circa 5,5m. An diese Weiten kam keiner mehr ran. Auf Rang drei platzierte sich Markus Bischof mit 114,39 vor Peter Rottmoser, der 113,25 erzielen konnte.
Die Teamwertung ging vollkommen verdient nach Deutschland mit fast 30m Vorsprung auf Österreich und Italien auf Rang 3. Die weitangereisten Finnen wurden vierte.
Im ersten Spiel des KO Finales kämpften Haberler (A) und Rottmoser (D) darum in der Wertung zu bleiben. Es war eine spannende Paarung. Haberler konnte 111,34 vorlegen. Eine sehr respektable Weite. Doch Routinier Rottmoser konterte sofort und zog in die Halbfinalspiele ein.
Das nächste, rein österreichische, Duell fand zwischen Neubauer und Bischof statt. Auch hier war alles andere als klar, wer weiterkommen würde. Bischof legte soft starke 115,28 vor und Neubauer lieferte einen sehr guten Konter ab. Allerdings hatte er die Idealspur nicht getroffen und somit stand mit Bischof der nächste Teilnehmer der Halbfinals fest.
Der 7. der Vorrunde musste gegen den Zweitplatzierten auf die Bahn. Anzinger und Späth (beide D) kennen sich schon viele Jahre. An diesem Tag war aber Späth der ganz klar stärkere und schoss Anzinger aus dem Turnier.
Als 8. gegen den 1. antreten zu müssen ist immer schwierig. Wenn dieser erste dann auch noch Markus Schätzl ist wird die Sache definitiv nicht leichter. Aber Denicolo (I) gab alles um Schätzl ärgern zu können. Ihm gelangen gute Versuche, doch für Schätzl waren diese Weiten kein Problem und er zog mit mehr als 27m Abstand in die nächste Runde.
Das erste Halbfinale zwischen Bischof und Späth sieht vom Ergebnis aus einfacher aus als es war. Bischof ist bekannt für Schüsse, die plötzlich aus seiner Serie herausstechen. Aber auch Späth zeigte mit 120,74 seine Überlegenheit und war der erste Finalteilnehmer.
Rottmoser und Schätzl standen sich im zweiten Finale gegenüber. Beide hatten in Ihrer Karriere schon alles gewonnen. Rottmoser legte starke 113,01 vor. Schätzl konterte sofort mit 124,75. Damit war es in dieser Parrung gelaufen. Diese Weite konnte Rottmoser nicht toppen.
Zum Showdown kam es im Finale. Die beiden stärksten Schützen Späth und Schätzl kämpften um den Titel. Späth legte 115,87 vor und Schätzl katapultierte des Stock fast ans Ende der Bahn auf 128,98. Jetzt lag alles an Späth. Er erzielte in dem Versuch seine persönliche Bestweite, musste mit den 124,48 aber Schätzl den Vortritt lassen.
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