Nach dem ersten Durchgang hatten Kathleen Neumayer (SV Schechen), Elisabeth Reiter (TSV Hartpenning), Sabrina und Verena Englbrecht (beide SSC Pfeffenhausen) auf Österreich knapp neun Meter Rückstand und lagen nur etwas mehr als sechs vor Italien. Im zweiten Umlauf verkürzte das DESV-Quartett auf nicht ganz sieben Meter bzw. baute auf über sieben Meter aus. Mit einer Steigerung um etwa die ominösen sieben Meter brachte Neumayer Deutschland im dritten Durchgang hauchzart, mit zwei Zentimetern in Führung. Allerdings verkürzt Italien den Rückstand aufs Spitzenduo auch auf etwas mehr als fünf Meter. Über den vierten Durchgang ändert sich nichts und somit standen vor den jeweils letzten Schüssen die drei Weiten 316,56, 316,54 und 311,10 zu Buche. Über den Ausschuss konnte sich Verena Englbrecht um 24 Zentimeter steigern, wodurch Deutschland vor den letzten sieben Schützinnen einen Vorsprung von 26 Zentimeter hatte. Die letzten drei Weitenjägerinnen waren dann noch Evelyn Perhab aus Österreich, Neumayer und die Italienerin Sophia Albenberger. Perhab verbesserte sich um 36 Zentimeter wodurch Österreich wieder mit zehn Zentimetern in Führung lag. Somit hing Gold am seidenen Faden von Kathleen Neumayer. Dabei bewies die 43-jährige Nerven aus Drahtseil und katapultierte den Eisstock unter frenetischem Jubel der deutschen Fans auf fantastische 119,23 Meter wodurch Deutschland Österreich letztendlich klar mit 325,46 gegenüber 316,90 entthronte.

Ein wahnsinnig spannender Bewerb in dem die drei großen Nationen alle Gold gewinnen hätten können. Nicht gut für meine Nerven!

Damen Teamwertung
Damen-Vorrunde

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